Stabilität bewahren in bewegten Zeiten
Gudrun Meierschitz – Fachvorstand Claims & Collections, Finance, Information & Grading, Risk Management sowie Risk Underwriting
Planbarkeit und verlässliche Prognosen sind in den letzten Jahren zunehmend dem VUCA-Paradigma gewichen – das ist kein Geheimnis. Spätestens im Jänner 2025 schien jedoch auch der letzte Rest an Berechenbarkeit die wirtschaftliche Weltbühne zu verlassen.
Für mich stellte sich in meiner Verantwortung für Risiko- und Schadensteuerung eine zentrale Frage: Wie lässt sich unter diesen Bedingungen die Balance zwischen tragfähigen Deckungen für unsere Kunden und einem nachhaltigen wirtschaftlichen Ergebnis halten?
Die Schadensumme im ersten Monat des Jahres 2025 schien diese Sorge zunächst zu bestätigen. Im weiteren Jahresverlauf entspannte sich die Situation jedoch spürbar, sodass wir das Jahr innerhalb unseres Schadenbudgets abschließen konnten.
Branchenweit bemerkenswert war der weitere Anstieg der Frequenzschäden – ein Trend, der uns voraussichtlich auch künftig begleiten wird. Gleichzeitig zeigte sich ein interessantes Bild: Zahlreiche prominente Insolvenzen und vermeintlich überraschende wirtschaftliche Schieflagen österreichischer Unternehmen haben unsere Kunden vergleichsweise wenig betroffen.
Für mich ist das ein klarer Beleg für zwei wesentliche Erkenntnisse:
Erstens: Professionelles Risikomanagement schützt vor unangenehmen Überraschungen.
Zweitens: Nicht jede Schlagzeile führt automatisch zu systemischen Verwerfungen im Portfolio.
Was bedeutet das für 2026?
Wir bei ACREDIA lassen uns im Risk Underwriting weder von kurzfristigen Marktbewegungen noch von alarmistischen Szenarien leiten.
Wir werden unsere Kunden weiterhin mit substanziellen Versicherungssummen unterstützen. Dabei gilt für uns ein klarer Grundsatz: Wir werfen die Vernunft nicht über Bord – aber wir springen auch nicht als Erste ins Rettungsboot, wenn der Seegang rau wird.
Eine vollkommen ruhige See mit leichter Brise ist aus heutiger Sicht auch 2026 nicht zu erwarten. Umso wichtiger bleiben Disziplin in der Risikoprüfung, Transparenz in der Kommunikation und Stabilität in der Partnerschaft.
Unser Anspruch ist es, gerade in unruhigen Zeiten ein verlässlicher Anker zu sein – mit Augenmaß, Fachlichkeit und einem klaren wirtschaftlichen
Kompass.
Vom Makler zum Versicherer – ein Perspektivenwechsel und was wirklich zählt
Lisbeth Lorenz – Director Marketing & Sales
Wenn ich heute über meine Rolle und Aufgabe als Director Marketing & Sales schreibe, möchte ich mit einem kurzen Perspektivenwechsel beginnen. Wir sprechen häufig über Partnerschaften – über Erwartungen, Bedürfnisse und Herausforderungen in der Zusammenarbeit, um maßgeschneiderte Lösungen für Kunden zu bieten. Doch manchmal hilft es, einen Schritt zurückzugehen und die Rollen bewusst zu reflektieren.
Aus meiner Zeit als Maklerin kenne ich die Aufgaben und Verantwortung dieser Rolle sehr genau. Der Makler ist Berater, Begleiter und oft erster Ansprechpartner. Er betrachtet und vertritt das Risiko aus Sicht des Unternehmers – mit dem Ziel, die bestmögliche Lösung am Markt zu finden. Diese Erfahrung prägt mein heutiges Verständnis für unterschiedliche Versicherungslösungen und für die Bedeutung eines bedarfsgerechten, klar strukturierten Versicherungsschutzes. Unsere Produkte im Überblick – Zu den Lösungen
Als Makler lernt man nicht in erster Linie Produkte – man lernt, Kundenbedürfnisse präzise zu verstehen und überzeugend zu vermitteln. Ich habe auch erlebt, was Kund:innen frustriert: lange Entscheidungswege, unklare Bedingungen, fehlende Transparenz oder das Gefühl, nicht gehört zu werden. Genau diese Punkte adressiere ich heute auf Seite der Versicherer. Gemeinsam mit meinen Kolleg:innen gestalten wir Lösungen, die schneller, klarer und näher an den tatsächlichen Anforderungen der Unternehmen sind.
Als Kreditversicherer zeichnen wir Risiken – nicht alle, wie man weiß –, wir kalkulieren, sichern ab und regulieren Schäden. Gleichzeitig denke und fühle ich weiterhin aus der Perspektive des Kunden. Denn maßgeschneiderte Absicherungslösungen für unterschiedliche Unternehmensgrößen, Branchen und Regionen erfordern mehr als technische Prüfung – sie erfordern Verständnis und Vertrauen.
Was uns mit unseren Maklern und Partnern verbindet, ist gegenseitige Abhängigkeit im besten Sinne: Der Makler braucht uns, um dem Kunden eine tragfähige Lösung anbieten zu können. Und wir brauchen den Makler, um dieses Leistungsversprechen mit Expertise, Risikoverständnis und fairer Schadenregulierung einzulösen. Mein persönlicher Anspruch ist es, Brücken zu bauen – zwischen Wunsch und Produkt, zwischen Anspruch und Machbarkeit, zwischen Geschwindigkeit und Sorgfalt.
Und deshalb steht – am Ende aller Prozesse, Strategien und Gespräche – immer der Kunde im Mittelpunkt. Nicht aus romantischer Überzeugung, sondern aus wirtschaftlicher Notwendigkeit. Der Kunde entscheidet, ob er Vertrauen schenkt. Ob er bleibt. Ob er weiterempfiehlt.
Denn Kundenzufriedenheit entsteht aus dem perfekten Zusammenspiel von Produktqualität, Servicequalität und dem Gesamterlebnis.
Customer Service – unser Anspruch: persönlich, kompetent, engagiert
Irene Wenger – Director Customer Shared Services & Nicole Wendelberger – Head of Customer Shared Services
Bei ACREDIA steht exzellenter Service an erster Stelle. Unser Customer Service setzt genau dort an – als zentrale und zuverlässige Anlaufstelle für all unsere Kunden sowie für unsere Maklerpartner. Mit schnellen Reaktionszeiten, klarer Kommunikation und lösungsorientiertem Handeln leben wir täglich unser Kundenversprechen.
First Level Support mit „Customer first” – Mentalität
Unser Customer Service ist First Level Support für Makler und Kunden – kompetent, strukturiert und immer erreichbar.
Das Team arbeitet nach dem klaren Leitmotiv „Customer first“ und unterstützt über:
- Telefon
- Online-Tools
- Co-Browsing
Ziel ist es, Anfragen rasch, transparent und möglichst unkompliziert zu lösen – mit direkter Abstimmung und klarer Verantwortlichkeit.
Digitalisierung als Serviceverstärker
Parallel dazu treiben wir die Weiterentwicklung unserer digitalen Services konsequent voran. Schon bald stehen Verbesserungen im ACT Portal an, die eine noch einfachere Dateneingabe und beschleunigte Prozesse ermöglichen.
Diese Weiterentwicklungen sind ein wesentlicher Baustein unserer strategischen Ausrichtung: Servicequalität und Effizienz gehen bei uns Hand in Hand.
Bestätigung durch unsere Kund:innen
Auch das Feedback unserer Kunden bestätigt unseren Weg. Mit einer eKomi-Bewertung von 4,8 von 5 Sternen bei über 465 Bewertungen genießen wir ein Vertrauen, das stetig wächst. Diese Rückmeldungen sind für uns Ansporn und Verpflichtung zugleich.
Für Sie da – heute und morgen
Ob Makler oder Kunde: Unser Customer Service steht für persönliche Erreichbarkeit, fachliche Kompetenz und echte Serviceorientierung.
Werfen Sie gerne einen Blick auf unsere eKomi-Bewertungen und überzeugen Sie sich selbst davon, wie sehr Servicequalität bei ACREDIA gelebt wird.
Ein Feedback, das sich sehen lassen kann – und ein Anspruch, den wir täglich neu erfüllen.
Neues Führungsduo im Commercial Underwriting
Stefan Szimak – Director Commercial Underwriting & Irina Dinkova – Head of Commercial Underwriting
Seit dem 4. Quartal 2025 verfügt ACREDIA über ein neues, starkes Führungsduo im Commercial Underwriting: Stefan Szimak ist zum Director aufgestiegen, während Irina Dinkova seine bisherige Rolle als Head of Commercial Underwriting übernimmt.
Mit ihrer langjährigen Erfahrung im Risk Underwriting, ihrem tiefen Verständnis für Kundenbedürfnisse und ihrer entschlossenen, lösungsorientierten Arbeitsweise bringt Irina ideale Voraussetzungen mit, um den Bereich strategisch weiterzuentwickeln und nachhaltig zu stärken.
Gemeinsam verfolgen Stefan und Irina ein klares Ziel:
Unsere Produkte noch konsequenter an den Bedürfnissen unserer Kund:innen auszurichten, Klauseln und Bedingungen zu vereinfachen sowie Entscheidungen schneller und unbürokratischer zu treffen.
Damit soll nicht nur unsere bereits hohe Kundenzufriedenheit weiter gesteigert werden – auch unsere Partner profitieren unmittelbar von klareren Strukturen und effizienteren Abläufen.
Ein besonderer Mehrwert für Makler
Unsere Maklerpartner stehen im Zentrum dieser Weiterentwicklung. Das neue Führungsduo setzt darauf, die Zusammenarbeit spürbar zu erleichtern und strategisch auszubauen.
Im Fokus stehen:
- Mehr Klarheit durch vereinfachte Bedingungen und verständlichere Produktgestaltung
- Weniger Rückfragen dank transparenterer Entscheidungswege
- Engere Kooperation, geprägt von direktem Austausch und serviceorientierter Unterstützung
So entstehen für Makler bessere Beratungsgrundlagen, effizientere Prozesse und letztlich ein noch reibungsloseres Serviceerlebnis für unsere gemeinsamen Kund:innen.
Neue Leitung im Risk Underwriting
Janos Kis – Director Risk Underwriting & René Kölndorfer – Head of Risk Underwriting
Wir freuen uns, dass René Kölndorfer mit 1. Oktober 2025 die Position des Head of Risk Underwriting übernommen hat. Er folgt in dieser Funktion auf Irina Dinkova, die den Bereich in den vergangenen Jahren maßgeblich geprägt und strategisch weiterentwickelt hat.
René Kölndorfer bringt umfangreiche Erfahrung in der Kundenbetreuung sowie tiefgehende Expertise in der Bewertung und Steuerung von Risiken mit – insbesondere in der Bau- und Metallbranche. Seine fundierten Fachkenntnisse in der Analyse komplexer Risikostrukturen sowie seine ausgeprägte Fähigkeit, tragfähige und nachhaltige Kundenbeziehungen aufzubauen, machen ihn zur idealen Besetzung für diese Schlüsselposition.
In seiner neuen Rolle wird er gemeinsam mit Director Risk Underwriting Janos Kis den Bereich strategisch weiterentwickeln, die Servicequalität weiter stärken und innovative Ansätze – insbesondere den gezielten Einsatz von KI im Risk Underwriting – vorantreiben. Ziel ist es, analytische Tiefe, Effizienz und Kundennähe noch enger miteinander zu verbinden.
Automatisierung und Digitalisierung im Risk Underwriting
Parallel zur personellen Weiterentwicklung arbeitet der Bereich Risk Underwriting konsequent an der weiteren Automatisierung des Limit-Entscheidungsprozesses.
Durch den Einsatz moderner Tools und Technologien – in enger Zusammenarbeit mit Allianz Trade – wurden standardisierte Prozesse weiter optimiert, Entscheidungswege deutlich beschleunigt und die Qualität der verfügbaren Risikodaten signifikant erhöht.
Ein sichtbares Ergebnis dieser Maßnahmen ist die Entwicklung der sogenannten „Instant-Decision-Rate“: Während im Jahr 2024 weniger als 30 % der Limitanträge unmittelbar entschieden wurden, liegt dieser Wert 2025 bereits bei rund 60 %. Das entspricht rund 53.000 sofort entschiedenen Limiten im Gesamtjahr.
Für unsere Versicherungsnehmer bedeutet das vor allem eines: schnellere Entscheidungen, höhere Planungssicherheit und unmittelbare Unterstützung im operativen Geschäft. Damit stärken wir nicht nur Effizienz und Servicequalität, sondern auch unsere Position als verlässlicher Partner im Risikomanagement.
Effizientes Schadenmanagement in herausforderndem Umfeld
Nicole Schmidt – Director Claims & Collection
Das wirtschaftlich anspruchsvolle Jahr 2025 spiegelte sich auch im Schadenverlauf wider: Im Geschäftsjahr 2025 verzeichneten wir einen Anstieg der Schadenfälle um insgesamt 13,1 %.
Besonders deutlich zeigte sich die Entwicklung im Bereich der sogenannten Frequenzschäden – kleinere Schadenfälle bis 7.500 Euro. Dieses Segment nahm im Vergleich zum Jahr 2024 um 21,2 % zu und machte rund zwei Drittel aller gemeldeten Schadenfälle aus.
Trotz dieser dynamischen Entwicklung konnten wir unsere hohe Servicequalität aufrechterhalten. Eine Auswertung Anfang Jänner 2026 zeigt:
Frequenzschäden (bis 7.500 Euro):
- 85,5 % aller Fälle wurden innerhalb von 30 Tagen erledigt
- 90 % waren innerhalb von 60 Tagen abgeschlossen
Auch im Segment über 7.500 Euro können sich unsere Leistungswerte sehen lassen:
Schäden über 7.500 Euro:
- 48,5 % der Fälle wurden in den ersten 30 Tagen erledigt
- 61,1 % innerhalb von 60 Tagen
Diese Ergebnisse unterstreichen klar: Wir stehen unseren Kund:innen auch unter anspruchsvollen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verlässlich zur Seite. Effizienz, Verbindlichkeit und Qualität bleiben zentrale Leitlinien unseres Handelns.
Mit diesem Anspruch starten wir in das Jahr 2026 und setzen alles daran, unseren Versicherungsnehmern weiterhin eine rasche und qualitätsvolle Schadenbearbeitung zu bieten.
Information & Grading – Klarheit, Einblick, Orientierung
Barbara Ribal – Director Information & Grading & Jürgen Flasch – Head of Information & Grading
Der Bereich Information & Grading ist das Kompetenzzentrum für Bonitäts- und Risikoanalysen in unserer Region. Wir bewerten wirtschaftliche Risiken in sieben Ländern – Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien und Montenegro – und schaffen damit eine fundierte Grundlage für objektive und transparente Entscheidungen.
Dazu beschaffen, verarbeiten und strukturieren wir alle relevanten Unternehmens- und Marktdaten. Wir analysieren Geschäftsmodelle, Finanzkennzahlen sowie qualitative Risikofaktoren und erstellen darauf aufbauend ein konsistentes Rating. Ergänzend berücksichtigen wir das wirtschaftliche Umfeld: Peergroups, Branchenentwicklungen und länderspezifische Rahmenbedingungen.
Dieses ganzheitliche Bild ermöglicht eine Risikoeinschätzung, die fachlich belastbar ist und in der Praxis Orientierung bietet.
Um diese Qualität sicherzustellen, sind wir auf vollständige und transparente Informationen angewiesen. Sie ermöglichen nicht nur schnellere und effizientere Prozesse, sondern auch präzisere Bewertungen. Gleichzeitig stärken sie unsere Rolle als fachlicher Sparring-Partner für Unternehmen und Broker – mit klaren Einschätzungen, reduzierten Rückfragen und nachvollziehbaren Entscheidungen.
Weiterführende Informationen
Welche Unterlagen und Informationen wir im Detail benötigen und wie diese optimal aufbereitet werden können, finden Sie übersichtlich auf unserer Homepage.
Details zu Informationsanforderungen und Aufbereitung – >> Hier erfahren Sie mehr


