Energiepreisschock: Keine De-Industrialisierung in Europa

Unternehmen hatten letztes Jahr mit steigenden Energiepreisen zu kämpfen, wobei staatliche Hilfen und langfristige, nicht-indexierte Versorgungsverträge den Anstieg der Stromrechnungen in Grenzen hielten. Der große Energiepreisschock liegt für europäische Unternehmen jedoch noch vor ihnen. Eine Studie von Acredia gemeinsam mit Allianz Trade* beleuchtet nun die Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit Europas.

Europa bleibt wettbewerbsfähig trotz Energiepreisgefälle

Auf die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie gegenüber den USA sollten die bevorstehenden Energiepreissteigerungen keine entscheidende Auswirkung haben. In der Regel macht der Energieverbrauch etwa 1 – 1,5  Prozent der Produktionskosten im verarbeitenden Gewerbe aus. Viel stärker wirken sich Veränderungen in Arbeitskosten und Wechselkurs aus. Wir gehen daher davon aus, dass das Energiepreisgefälle, das sich zwischen den USA und Europa aufgetan hat, nur moderate Verluste von Arbeitsplätzen und Produktionskapazitäten im verarbeitenden Gewerbe in Europa zur Folge haben wird.

Österreich profitiert leicht

Es gibt allerdings Anzeichen dafür, dass Europa langsam Anteile an anderen Marktteilnehmer verliert. Exporteure, die bei EU-15 Einfuhren Marktanteile verlieren, sind fast ausschließlich in Europa zu finden, vor allem in den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft, Maschinen und Elektrogeräte, Metalle und Verkehr. Allerdings nicht zum Vorteil der USA, sondern vielmehr an Länder in Asien, dem Nahen Osten und Afrika. Auch Österreich ist auf der Gewinnerseite zu finden, wenngleich die Gesamtexportquote noch unter dem Vor-Pandemie-Niveau liegt.

Rentabilität leidet

Was in erster Linie durch die Energiekrise leidet, sind Rentabilität und Investitionskraft der Unternehmen. Wir stellen fest, dass der aktuelle Energieschock die Unternehmensrentabilität um etwa -1 bis -1,5 Prozentpunkte und die Investitionsquote um -1 bis -2 Prozentpunkte dämpfen würde.  Dies könnte zum Beispiel Investitionsverluste in Höhe von 40 Mrd. EUR in Frankreich und 25 Mrd. GBP im Vereinigten Königreich bedeuten.

Die vollständige Studie von Acredia und Allianz Trade ist ab sofort als Download abrufbar.

*Allianz Trade ist eine Marke von Euler Hermes

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